Es ist noch gar nicht so lange her, da funktionierten Suchmaschinen wie ein riesiger Stichwortindex. Anhand der verwendeten „Keywords“ erhielt der Nutzer Ergebnisse, die im besten Fall die richtigen Ergebnisse für die beabsichtigte Suche lieferten. Dieses Prinzip hat sich in den letzten Jahren geändert.
Heutzutage möchte Google die wahre Absicht hinter einer Suche viel früher erkennen.
Was möchte ein Benutzer? Was sucht er? Weiß der Benutzer es genau? Der sogenannte „Search Intent“ ist daher zum wichtigsten Instrument geworden. Wenn Sie in den Suchmaschinen erfolgreich ranken wollen, müssen Sie die Absichten Ihrer Zielgruppe richtig verstehen.
Was genau bedeutet Suchabsicht?
Beim Aufbau einer eigenen Präsenz im Internet geht es immer darum, von potenziellen Kunden in der Suchmaschine gefunden zu werden. Aber wissen Sie wirklich, wie diese Menschen auf Ihre Website, Ihren Social-Media-Auftritt oder Ihre Produkte gelangen?
Die Suchmaschinen arbeiten daran, die Absicht hinter einer Suche genau zu verstehen und die relevantesten Ergebnisse ganz oben aufzulisten. Heutzutage verwendet Google viele verschiedene Ansätze, die Ihnen nicht nur helfen, sondern auch die Genauigkeit Ihrer Suche erhöhen.
Den Nutzer besser zu verstehen und dadurch bestmögliche Suchergebnisse zu liefern, ist das neue Konzept der großen Suchmaschinen. Dazu analysieren Sie nicht nur die Schlüsselwörter bei der Eingabe der Suche, sondern nutzen auch andere Tools.
Die Suchbegriffvorschläge sind lediglich ein Hilfsmittel. Da die Suche nicht mehr nach klassischen Suchbegriffen erfolgt, insbesondere dank der Sprachsuche, sondern häufig auch nach Phrasen oder Fragen, ist dies eine Herausforderung. Das gilt nicht nur für die Suchmaschinen selbst, sondern natürlich auch für Sie.
Denn es bedeutet, dass Sie Ihre Zielgruppe besser verstehen müssen, um Ihre Seite so aufbereiten zu können, dass sie bei Google zu den besten Ergebnissen für die entsprechende Suchabsicht zählt.
Welche Arten von Suchabsichten unterscheidet Google?
Google fühlt sich in erster Linie seinen Nutzern verpflichtet und wird daher stets darauf achten, dass eine Suche möglichst wenig Aufwand erfordert und vor allem schnell und effizient zu den besten Ergebnissen führt. Dies hat zur Folge, dass die Suchmaschine Ihnen wenig Aufmerksamkeit schenkt, wenn Ihre Website nicht auf die Suchabsicht des Nutzers zugeschnitten ist.
Die Suche unterscheidet vor allem anhand konkreter Aktionen oder Schlüsselwörter, was der Nutzer mit seiner Suche bezweckt und was er von den Ergebnissen erwartet. Google geht in der Regel von folgenden Suchabsichten aus:
- Informelle Suche:
Hier sucht der Nutzer nach der Lösung für ein konkretes Problem. Die richtige Antwort kann eine Anleitung, ein Video oder auch nur ein gut aufbereiteter Text sein. In den Sucheingaben werden Schlüsselwörter wie „Lösung“ verwendet, aber nicht selten auch vollständige Fragen, die Google selbst mit Rich Snippets beantwortet und sich so das Top-Ergebnis zu eigen macht. - Kommerzielle Suche:
Google geht davon aus, dass der Besucher ein bestimmtes Produkt kaufen möchte. Über Suchbegriffe wie „Shop“, „Online-Shop“, „Preisvergleich“ oder „Bestellen“ wird ermittelt, ob der Suchende einen bestimmten Kauf tätigen möchte. Teilweise werden hier auch die Suchergebnisse von Google Shopping eingebunden und die Suchergebnisse bei Bedarf entsprechend erweitert. - Transaktionale Suche:
Während es sich bei der kommerziellen Suche um eine transaktionale Suche handelt, gibt es auch Prozesse, bei denen der Nutzer nicht unbedingt Geld ausgeben möchte. Die Suchabsicht, die die Suchmaschine hier sieht, hat beispielsweise mit Downloads oder der Suche nach kostenlosen Inhalten zu tun. Es ist jedoch bereits klar, dass der Nutzer nach einer bestimmten Dienstleistung sucht, aber nicht unbedingt einen Kauf tätigen möchte. - Navigationssuche:
Mittlerweile ist es beliebt, Google zu verwenden, anstatt eine bestimmte URL einzugeben. Dies liegt auch daran, dass die URL-Einträge selbst mit den Suchmaschinen verknüpft sind. Wenn Sie also einfach nur von der Sucheingabe zu bestimmten Unterseiten oder Websites springen möchten, wird Sie die Suchmaschine hier erneut kategorisieren. Der Nutzer sucht lediglich nach einer bestimmten Marke, Informationen oder einer weiteren Website.
Dies sind nur die groben Eckdaten, die heute bei der Suche berücksichtigt werden. Es gibt auch noch spezifischere Anfragen. Dazu gehört beispielsweise die Nachrichtensuche, die auch anhand von Rich Snippets klassifiziert wird und die neuesten Schlagzeilen anzeigt. Auch die regionale Suche kann eine Rolle spielen und dazu führen, dass sich die rechte Seite der Suchergebnisse verändert.
Wie wichtig ist die Suchabsicht für Ihr eigenes Projekt?
Es gibt viele Aspekte, die bei der Suchmaschinenoptimierung beachtet werden müssen. Natürlich stellt sich die berechtigte Frage, ob Sie sich noch mit einer so komplexen Materie auseinandersetzen müssen, um mit Ihrer Website erfolgreich zu sein. Tatsächlich ist die Bearbeitung in Verbindung mit Benutzerabsicht und Suchabsicht besonders wichtig, wenn einige Daten bereits vorhanden sind. Wichtig ist hier beispielsweise die Unterscheidung: Nur weil Google davon ausgeht, dass es eine bestimmte Suchabsicht gibt, heißt das nicht, dass die Absicht des Nutzers dieselbe ist.
Nutzer verwechseln Google hier und da mit ihrer eigenen Nutzungsform. Es ist Sache des Websitebetreibers, zu bestimmen, wie und mit welchen Schlüsselwörtern Besucher auf die eigene Homepage gelangen.
Insgesamt ist der Umgang mit dem Thema interessant, da Google auch bei der Priorisierung von Suchabsicht und Nutzerabsicht auf ein klares Konzept setzt:
- Informationen zu einem Produkt
- Vergleich der Produktpreise
- Bestellen Sie ein Produkt
- Nachträgliche Beratung nach dem Kauf zum Beispiel für Anleitungen
- Kaufen Sie erneut ein ähnliches Produkt
Die Suchmaschine versucht, einen kompletten Kaufzyklus mit möglichen Suchanfragen nachzubilden und dem Nutzer stets schnell und einfach die passenden Suchergebnisse bereitzustellen. Dieser Ansatz ist richtig und kann ein Business Case für Ihre Website sein.
Wie Sie Suchabsicht und Nutzerabsicht in Ihre Überlegungen einbeziehen
Die wichtigsten Tools, mit denen Sie die Suchabsicht überwachen können, sind die Google Search Console und Google Analytics. Die entsprechenden Daten geben nicht nur Aufschluss über die Anzahl der Besucher, sondern auch darüber, wie diese auf Ihre Website gelangt sind. Die bei einer erfolgreichen Suche verwendeten Schlüsselwörter werden aufgelistet und passende Phrasen werden ebenfalls übersichtlich angezeigt. Es liegt also an Ihnen, diese Daten zu nutzen, um herauszufinden, was die ersten Gedanken sind, die Benutzer haben, wenn sie auf Ihrer Website landen.
Dabei kann es sich um eine Suche nach Informationen zu einem bestimmten Thema oder um ein Produkt handeln, das auf einem Umweg über Ihre Website gefunden wurde. Anhand dieser Informationen ist es möglich, nicht nur die Navigation auf der Website zu erleichtern, sondern diese natürlich auch hinsichtlich der Suchintention zu optimieren. Je häufiger nach einem bestimmten Thema gesucht wird, desto einfacher sollte es sein, es über eine Vielzahl von Suchanfragen zu finden. So wissen Sie schnell, wonach Besucher auf Ihrer Website suchen und welche Inhalte prominent angezeigt und in den Suchmaschinen priorisiert werden sollten.
Fazit – Wie wichtig ist die Suchabsicht?
In den nächsten Jahren wird Google zunehmend versuchen, die Suchabsicht eines Nutzers schon bei der Eingabe des ersten Buchstabens zu erkennen. Während die Suchmaschine nach Cookies und Daten aller Art fischen kann, bleibt dem Betreiber einer Website nur die Arbeit mit seinen eigenen Daten überlassen. Bei einem langfristigen Suchmaschinenoptimierungskonzept muss man sich genau überlegen, wie Besucher auf die Website kommen und was sie wollen. Dieser Trend wird sich in den Folgejahren weiter verstärken.



